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Disturber of the Peach [userpic]
Love Actually, Adventskalender, Supernatural
by Disturber of the Peach (peaches)
at December 23rd, 2007 (12:12 am)
mellow

Mood: mellow

Titel: Love Actually
Autor: peaches
Fandom: Supernatural
Charaktere: Sam, Dean
Tabelle: X-Mas Special 2007
Thema: 23. Love Actually OST - Billy Nighy – Christmas is all Around
Word Count: 800
Rating: G
Disclaimer: Nicht meins und ich war’s auch nicht!
Anmerkung: Danke an khana für’s Beta lessen *hugs*


"I feel it in my fingers, I feel it in my toes..."
Sam schaltete das Radio mit einem genervtem Seufzer aus.
"Hey!", protestierte Dean und schaltete es wieder ein.
"...mas is all around me and so the feeling grows"
"Das ist nicht dein Ernst, oder?", fragte Sam. "Du weißt, dass das ein Remake von ’Love is all Around’ ist? Wet Wet Wet?"
Dean zuckte mit den Schultern.
"Es ist ziemlich cool. Für ein Weihnachtslied. Besser als Mariah Carey..."
"Warum müssen wir überhaupt Radio hören?" Sam drehte sich in seinem Sitz um und angelte Deans Kassettensammlung vom Rücksitz. "Warum nicht Metallica? Das haben wir schon seit Michigan nicht mehr gehört."
Es musste viel passieren, dass Sam freiwillig Metallica vorschlug.
"Nah", machte Dean trotzdem. "Lynyrd Skynyrd haben ein gutes Weihnachtsalbum, aber das kriegst du nicht auf Kassette."
"Seit wann stehst du so auf den Kram?" Sam stellte den Schuhkarton mit Deans heiligen Kassetten zwischen seinen Füßen in den Fußraum und Dean zuckte noch einmal mit den Schultern und warf Sam einen Blick von der Seite zu.
"Fühlst du es nicht in deinen Fingern und deinen Zehen?", fragte der dann mit einem Grinsen. "Weihnachten ist Überall."
"Alles was ich in meinen Zehen fühle ist, dass die Heizung mal wieder spinnt..." Sam fummelte am Amaturenbrett herum. Manchmal sprang das Gebläse wieder an, wenn man es ein paar Mal an und aus schaltete.
"You now I love Christmas, I always will! My mind's made up the way that I feel. There's no beginning, there'll be no end..."
Dean sang den Refrain mit, leise genug, dass Sam es wegen dem lauten Radio fast nicht gehört hätte.
"...Cause on Christmas you can depend." Sam gab einen amüsierten Laut von sich. "Auf Weihnachten kann man sich verlassen". Abgesehen davon, dass der Text überhaupt keinen Sinn ergab, war schon etwas Wahres dran. Er konnte sich darauf verlassen, dass ihm niemals etwas gutes an Weihnachten passierte. Angefangen, als er sieben oder acht Jahre alt gewesen war und herausgefunden hatte, dass es keinen Weihnachtsmann gab, dafür aber Monster, Zombies, Vampire, Dämonen und Geister. Eins der Highlights beschissener Weihnachtsfeste war definitiv das Jahr 1995 gewesen. Der Arzt hatte ihn mit der Fehldiagnose "Magen-Darm Grippe" nach Hause geschickt, ohne ihn richtig anzusehen - was vermutlich damit zu tun hatte, dass John die Woche zuvor auf der Jagd gewesen war, sich von Kaffee und Zigaretten ernährt hatte und so gut wie garnicht geschlafen hatte und man es ihm ansah.
Fehldiagnose in so fern, dass Sam die Weihnachtsfeiertage mehr oder weniger komplett im Badezimmer und Sylvester mit einem operierten Blinddarm alleine im Krankenhaus verbracht hatte.
Oder das Jahr darauf, in dem John Sam und Dean auf ihrem Beobachtungsposten, einem Jägerhochsitz, "vergessen" hatte und sie – zu dickköpfig die Anweisungen ihres Vaters „rührt euch nicht von Fleck“ zu ignorieren - fast erfrohren wären.
Oder das Jahr darauf, in dem Sams Freundin am Weihnachtsmorgen mit ihm Schluss gemacht hatte, weil... einen richtigen Grund hatte sie ihm nie genannt, aber er vermutete, es hing damit zusammen, dass sie nach den Ferien praktisch ständig an Duncan Kruegers Arm hing.
Eigentlich hatte er das einzig richtig schöne Weihnachtsfest mit Jess verbracht. Sie hatten ihre Familie besucht. Sam hatte zum ersten Mal Leute getroffen, die sein Stipendium zu schätzen wussten, die es überhaupt nicht schlimm fanden, dass er bei "Risiko" und "Memory" immer gewann und bei "Activity" kläglich versagte. Sie hatten zu viel Wein getrunken und sich "Tatsächlich Liebe" auf dem winzigen Fernseher in Jessicas altem Kinderzimmer angesehen. Vielleicht konnte Sam das Lied deswegen nicht leiden...
Er blickte zu Dean hinüber und fragte sich, ob sein Bruder überhaupt irgend eine schöne Erinnerung an Weihnachten hatte.
"So if you really love, c'mon and let it, if you really love me, c'mon and let it..." Dean sang immer noch mit dem Radio mit, nur jetzt nicht mehr leise, sondern war mit echter Begeisterung bei der Sache. Sam grinste. Vielleicht waren Deans Erwartungen an Weihnachten einfach nicht so groß wie Sams. Vielleicht reichte es Dean schon, ein paar bunte Lichter zu haben, Lebkuchen und Zimt überall zu riechen. Ein bisschen wie Jack Skellington, dessen Leben in Halloweentown so trist war, dass er von Weihnachten völlig fasziniert war.
"Now if you really love me..."
Vielleicht war Dean auf einmal so begeistert von Weihnachten, weil es ihm reichte mit den Menschen – oder vielmehr dem Menschen –, die er liebte zusammen zu sein...
"C'mon and let it snow?"
Dean stellte das Radio ab, als die ersten Töne von "Walking in a Winterwonderland" aus dem Boxen tönten.
"Ist schon okay", murmelte Sam. "Kannst es an lassen."
Dean warf Sam einen Blick zu der "Entscheide dich mal" sagte, schüttelte dann aber den Kopf.
"Nah. Du stehst nicht auf Weihnachtslieder..." Eine Pause. "Ich hab keine Lust mir dein Genörgel den ganzen Abend lang an zu hören. Er richtete seinen Blick wieder auf den Trailer, den sie beobachteten.
Ja, ich hab dich auch lieb, Dean, dachte Sam.